Willkommen im Hotel California, liebe Bundesbank! (#3)
Shownotes
Moderator und Producer: Michael Hedtstück Host und Experte: Prof. Olaf Schlotmann (Ostfalia)
Kontakt: Michael Hedtstück, mh@aurora-stories.de Olaf Schlotmann, o.schlotmann@ostfalia.de
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00:00:11: Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, willkommen zum dritten Teil unseres Finanzvideokast für eine Handvoll Euro.
00:00:17: Und diese Folge heißt Willkommen im Hotel California, liebe Bundesbank!
00:00:21: Lassen Sie in Ihrem Kopf mal den Klassiker Hotel California laufen ein epochaler Song über einer Reise die in Unschuld beginnt und am Ende zu der bitteren Erfahrung einer Gefangenschaft im Hotel Califonia wird.
00:00:32: Eine Metaphe auf die Drogen sucht wie einen süß umhüllt von dem man dann nicht mehr loskommt.
00:00:37: Und jetzt haben auch die Notenbank in der Eurozone in das Hotel California eingecheckt.
00:00:41: Die zur Bekämpfung der hohen Inflation notwendigen Zinserhöhungen werden Bundesbank EZB und Kohorenne Verluste einbrocken, und das Drama entfaltet sich gerade direkt vor unseren Augen.
00:00:51: Experten erwarten für die Zukunft als bald Verluste der Zentralbanken im Euro-Land von ca.
00:00:56: einem Prozent des Euro GDP – und das ist schon immerhin ein Drittel, der eigentlich nach den Maastrichtkriterien erlaubten drei Prozent defizitiert!
00:01:04: Warum das wie eine Steuererklärung einschlagen wird und wie es sein kann, dass sich die Geschäftsbanken an den Zinsen auf ihre Einlagen bei der Zentralbank wärmen können?
00:01:12: Während die Tagesgeldzinsen vielerorts immer noch weniger als ein Prozent betragen.
00:01:16: Das erklärt uns Videokass-Prof.
00:01:18: Olaf Schlotmann ex Investorin Banker und heute Professor an der Ostfalia Hochschule.
00:01:22: Hallo Herr Schlotman!
00:01:23: Ja hallo Herzlichen Guten Tag.
00:01:24: Wir haben ja gesehen, die Bundesbanken und die EZB haben in den zurückliegenden Wochen ihre Bilanzzahlen zweiundzwanzig vorgelegt.
00:01:30: Und beide mussten teilweise ihre Risikovorsorge auflösen um einen Jahresverlust zu vermeiden.
00:01:35: Die Bundesbank musste dafür eine Milliarde Euro einsetzen.
00:01:38: Die EZ B sogar eins Komma sechs Milliarden.
00:01:40: Warum ist das Ihrer Meinung nach erst der Startschuss zur einer ganz bitteren Phase für die Notenbanken?
00:01:45: Ja, und das zu verstehen denke ich ist es am besten kann mich auch an meine Vorlesung erinnern.
00:01:49: wir müssen einfach Geldpolitik einsteigen.
00:01:51: wie funktioniert die da?
00:01:53: eigentlich?
00:01:53: Ganz einfach.
00:01:54: Man kann es anhand eines Schaubildes machen, was ich Ihnen mitgebracht habe.
00:01:57: Das ist direkt aus der TV der EZB von der Frau Schnabel, die hat das letztens noch vorgelegt und da kann man Folgendes sehen.
00:02:03: Normale Geldpolitik funktioniert so.
00:02:05: Es gibt die älteren Zuhörer, kennen das vielleicht noch?
00:02:07: Es gibt ein Diskontakt, es gibt einen Lombardsatz.
00:02:09: in der Mitte ist der Wertpapier-Punktionssatz und über den steuert die Notenbank den License.
00:02:14: Wie kann sie denn überhaupt steuern?
00:02:15: Sie kann ihn nur steueren wenn es eine Nachfrage nach Ihrem Geld gibt.
00:02:18: Und das Nachfrage Die Nachfrage wird künstlich erzeugt, auf der einen Seite durch den Wahngeldbedarf oder eben durch notwendige Reserven, die die Banken aus der Passivseite der Zitralbank haben.
00:02:29: So das ist die normale Geldpolitik.
00:02:31: aber dann hat es jetzt ja auch noch Anleihe-Kaufprogramme gegeben im ganz großen Stil und das sehen Sie eben auch auf der Grafik.
00:02:36: Sie sehen dass die Blaue Linie werden eben... Die Menge unter der blauen Linie wird immer mehr.
00:02:43: Und es sind halt am Ende jetzt inzwischen fast fünf, man muss aufpassen ob Billionen oder Trillionen sind.
00:02:48: die Engländer nennen das halt Trillion?
00:02:49: Es sind fast vier Komma acht Billionen Euro, die an Staatsanleihen gekauft worden sind.
00:02:54: und diese Anleihen wie kann die Notenbank die kaufen?
00:02:57: Wie kann sie nur kaufen wenn man auf ihre Bilanz guckt indem Sie halt mit einer Forderung an sich selber zahlen.
00:03:02: also sie drückt ihr eigenes Geld oder sie stellt es den Banken aus der Passivität ihrer Bilanz als Einlagen zu verfügen.
00:03:08: Banken verkaufen die Einleihen an die Zentralbank, sie hat sich auf der Aktivseite und auf der Passivseiten entstehen halt riesige Mengen an Zentralbanken geserven.
00:03:16: Und sie hatte es mit der alten Geldpolitik nie gegeben weil da wurde das Geld immer kreditweise alle zwei alle vier Wochen Kreditweise zu verfügen gestellt.
00:03:23: Und da sind sie eben vorbei.
00:03:24: jetzt wagern wir und hier diese Zentralrankreserve praktisch in Systeme herum und ist nicht knapp Es ist Hülle und Fülle.
00:03:31: Die Notenwanken sozusagen haben diese Anleihen Das Publikum und die Banken haben dafür die Einlagen bei der Zentrabung.
00:03:39: Also das Geld mit dem bezahlt wurde, sind die Einlage bei derzentrabung selber.
00:03:43: Und das genau ist das Problem.
00:03:44: Was hat das mit dem Hotel California zu tun?
00:03:47: Ja sie müssen sich überlegen.
00:03:49: Sie wollen ja eigentlich eine Geldpolitik machen, sie wollen ja aktiv etwas machen.
00:03:52: Sie wollen Zinsentscheidungen treffen und die können sie zurzeit nicht treten weil sie sozusagen Das Geld, was sie sonst den Banken kreditweise zur Verfügung stellen, das haben Sie einfach auf einmal imitiert.
00:04:03: Quasi wie in dem alten System, dass die Wiesenmarktintervention gemacht haben.
00:04:07: Dieses alles, was unter der blauen Linie ist – das ist da!
00:04:11: Und wenn Sie jetzt die Zinsen erhöhen wollen, können Sie es nicht?
00:04:16: Weil sozusagen, wenn Sie für irgendetwas für Ihr Zentralbankgeld, was im Überfluss da ist, Zinsnen haben wollen, dann wer soll da
00:04:22: kommen?!
00:04:24: Die Geschäftsbanken haben genug Geld.
00:04:26: Sie müssen nicht zur Notenbank und sich ein Kredit nehmen, um dafür Zentralbankgeld zu bekommen.
00:04:30: Sondern sie haben das.
00:04:31: Sie würden es selber gerne verleihen.
00:04:32: Sie wissen selber gar nicht wohin damit.
00:04:34: Und wenn die Notenwank die Zinsen erhöhen will, dann muss sie sozusagen diese Einlagen verzinsen.
00:04:40: Alles was unter der blauen Unismus verzinst werden.
00:04:42: Wenn sie das nicht verzinsen und auf Null setzen, dann haben sie das Problem dass wir ihre Zins gar nicht genutzen können weil Ihre normale Zinspolitik funktioniert nicht.
00:04:51: Sie können nicht sagen, ich gebe euch fünfzig Milliarden gegen Kredit damit keiner kommen weil die Leute sitzen ja auf diesen Reserve.
00:04:56: Das ist ja die Ursache für dieses Verluste, die jetzt gerade erst beginnen.
00:04:59: Die Notenbanken haben Zinseinnahmen aus praktisch ihren Anleiheportfolios, die nicht viel abwerfen und die Banken allokieren ihre riesigen Überschussliquidität dort zum Leitzins der Moment zweieinhalb Prozent ist und kassieren praktisch risikolos einen schönen Zinsband.
00:05:16: Ja, und das ist halt genau das Hotel California.
00:05:19: Weil sie hat mich das gefragt, ich habe es noch nicht perfekt beantworten.
00:05:21: Im Hotel California da ist jemand der ist im Urlaub gefahren... ...und er checkt aus aber er kommt nicht raus!
00:05:28: Er ist gefangen in diesem Hotelzimmer.
00:05:29: Und wenn Sie nochmal auf diese Grafik schauen dann sehen Sie die alte Geldkritik von der hat die Zentral beim Urlaub gemacht ja?
00:05:35: Es gibt keinen Discount und Lombard-Lasses.
00:05:36: Es gibt auch keinen Webpapier-Pension-Satz.
00:05:39: Stattdessen ist das Geld hat unbefristet, unimitiert sozusagen imitiert worden Wenn man was anders machen, kommt aber nicht raus.
00:05:46: Es ist so wie diese süße Droge.
00:05:48: Alles war prima und man konnte Negativzimpsen nehmen.
00:05:52: Man konnte die Konjunktur stabilisieren.
00:05:54: Die Inflationsrate war trotzdem wieder... Aber es ist eben nichts so!
00:05:57: Und jetzt stellt man fest, wir haben höhere Inflation-Raten.
00:06:00: Sie steigen und steigen oder sind vielleicht irgendwann auf einem Klatur?
00:06:04: Aber die Leute reden jetzt auch schon davon, dass wir Zimtsätze von vier Prozent sehen.
00:06:12: Dann müssen sie einfach versuchen durchzuholen.
00:06:13: Sie können sich nicht durchhauen ohne dass die Einlagen Zinsen verzinzen, Die Einlagen bei den Zentralbänden müssen sich halt verzinsen, sonst können sie die Zinspolitik nicht wirksam machen.
00:06:23: Da haben da die Leute immer gesagt ja Moment!
00:06:25: Wir müssen die Konjunktur stabilisieren mit dem Anleiheprogramm und wenn wir das nicht mehr brauchen weil die Inflationsrate steckt dann nehmen wir es einfach zurück.
00:06:32: und hat selbst die von mir sehr respektierte Damalige Zentralbandchefin Janet Gellin in Amerika gesagt, das ist doch kein Problem.
00:06:42: Schaut euch das Schau mit eines Malers an!
00:06:43: Wenn der sein Produkt fertig hat, seine Gemelde dann schaut er ihm einfach ganz passiv beim Trocken zu.
00:06:50: Aber Clotie wie man es dann nennt also das Quantitative-Typening Das ist eben nicht das Gleiche wie das Quantitive-Easing und das ist das Problem.
00:06:59: Wenn wir jetzt auf die Zeitachse schauen, es wird ja ewig dauern bis die Zentralbanken diese Anleitenbestände abgeschmolzen haben.
00:07:04: Gleichzeitig geht man davon aus dass die Leitzinsen weiter steigen werden und noch über viele Jahre hoch sein werden.
00:07:09: das heißt das ist ein Problem das sich nicht kurzfristig lösen lässt das immer weiter Schmerzen bereiten wird in Zentralbank oder?
00:07:17: Ja weil das Problem ist wenn sie sozusagen die Inflationsrate bekämpfen wollen auch der Meinung sind Nein, die ist nicht allein durch Kosten oder durch Brustpreise imitiert.
00:07:27: Sondern es ist eben auch Inflation im System.
00:07:29: Die Löhne sind ein Thema.
00:07:30: Wenn Sie das machen wollen, müssen sie... Weil die normale Zinspolitik, das habe ich ja versucht zu erklären, nicht funktioniert, müssen Sie den Banken auf Ihre Einlagen zimsenzahlen.
00:07:39: So und wenn die Inflationsrate hoch ist, müssen vielleicht höhere Zinsenzahlen.
00:07:42: Und wenn Sie höhere zimtsentzahlen dann haben Sie halt ein Problem dass sich auf der Passivseite Ihrer Bilanz also ihre eigene Finanzierung verteuern Sie?
00:07:49: Auf der Aktiv-Seite haben Sie natürlich Anleihen Und diese Anleihen haben sie alle gekauft.
00:07:55: In einer Zeit nach dem Jahr zwei Tausend neun, zwei tausend zehn die Masse der Anleien durch die Pandemie später ab im Jahr zwanzig ein, zwanziger zu absoluten Niedrigskupons.
00:08:04: Das heißt, Sie haben vielleicht Kupons teilweise von null bis vielleicht ein halbes Prozent und Sie müssen jetzt drei Prozent oder vielleicht erhöht in den EZB die Zinsen auf vier Prozent.
00:08:13: D.h.,
00:08:13: Sie müssen vier Prozent bezahlen um dafür eben dann zehnjährige Anlein zu halten, die ihn vielleicht maximal einen Prozent abwerfen.
00:08:19: Und das ist halt extrem bitter!
00:08:21: Wie teuer wird das ganz am Ende werden?
00:08:24: Ja, das ist eine gute Frage.
00:08:27: Die Experten die sich da mit so was beschäftigen, die reichen ständig neue Zahlen raus weil man eben auch nicht weiß also wie die zahlen alleine schon wenn man sagt die Zinsen bleiben bei zweieinhalb Prozent aber es wird ja jetzt geredet dass sie vielleicht auf vier steigen oder auf jeden Fall werden Sie auf drei steigen, so viel ist schon sicher in der Mehrzitzung Dass man halt ungefähr sagt.
00:08:47: Man erwartet dass die Bundesbank nächstes Jahr wahrscheinlich mindestens dreißig Milliarden sozusagen Verlust macht.
00:08:54: Und das sehen Sie auch an der Grafik, die ich Ihnen mitgebracht habe.
00:08:56: Sie hat zwanzig Milliarden an Rückstellungen schon eingestellt.
00:08:59: Die können sie natürlich auflösen aber es hat eben auch nur einen Eigenkapitalzenzentenjahr.
00:09:04: Und daran sehen Sie mal dass Zentralbanken und auch die Bundesbank sind eigentlich Makro-Hedgefans.
00:09:10: Wir haben ganz wenig Eigenkapitale und handhieren dann mit extrem riesigen Gewummen sowohl auf der Divisenseite, das hat der Notenbank der Deutschen Bundesbank schon mal in den Siebzigerjahren massive Verluste gebracht.
00:09:21: Und sie haben jetzt eben ein riesiges Anleiheportfolio also alle Banken, alle nationalen Banken mit der ECB zusammen fast vier Komma acht Billionen Anleihen in den Bestellen.
00:09:32: So wenn die Inzins sozusagen, wenn die Zinzen steigen für zehn Jahre und die Zins sind von minus zwanzig verziehen jährige Wohnungsaufwärts plus sechzig bis zwei Kilometer sechs gestiegen dann verfallen natürlich diese Preise.
00:09:43: Jetzt können sie sagen ja aber Moment Die Notenbank kann wieder zur Anschaffungsprosten bewerten und hat dann so einen Permintest.
00:09:50: Und die macht das ja gar nicht Market-to-Market, aber am Ende muss sie für sowas Rückstellungen
00:09:53: bilden.".
00:09:54: Was kann denn da passieren?
00:09:55: Wenn jetzt tatsächlich in dem Szenario im Laufe dieses Jahres die kompletten Rückstellung aufgebraucht werden der Bundesbank um die Verluste zu decken – und dann geht es doch jahrelang so weiter!
00:10:03: Kollabiert an die Bundesbank braucht die frisches Geld.
00:10:05: was ist das Szenarium?
00:10:07: Ja vielleicht sollten wir uns noch mal kurz die Zahlen dann zum Gute führen.
00:10:12: Das deutsche Bruttoinlandprodukt ist drei Komma acht Billionen.
00:10:15: Zwei tausend zwanzig ungefähr gewesen, das heißt ein Prozent des Brutto-Inland.
00:10:20: Produkte sind drei sind achtunddreißig Milliarden.
00:10:22: so wenn die Notenbank vielleicht mindestens dreifach Milliarden verliert nächstes Jahr und gleich wieder noch mehr, wenn jetzt uns auch vier Prozent steigen dann bedeutet es folgendes erstens in die Rückstellungen aufgelöst werden nur sind ja noch zwanzzig Milliarden da.
00:10:35: Dann ist das Eigenkapital weg.
00:10:37: So und dann Machen Sie Verluste oder sagen, sie sind technisch insolvent?
00:10:41: Weil ihre Assets kleiner sind als ... Nein.
00:10:46: Es ist so, dass die technische Überschuldung dann vorliegt wenn beide Seiten nicht mehr gleich sind und dann haben sie negatives Eigenkapital.
00:10:55: Das ist technisch gesehen kein Problem weil eine Notenbank eben nicht insolvent sein kann.
00:11:03: Eine Notenbahn kann nicht insorvent werden Eigenkapital weiter ihre Geschäftstätigkeit zu erbringen kann.
00:11:11: Also die Zinspolitik hat nichts dazu mitzutun, ob ich Eigenkapitale oder kein Eigenkapitel habe.
00:11:16: Man würde dann sozusagen ein negatives Eigenkapitol einbuchen oder es wäre vielleicht sogar auch die Möglichkeit Stelle Reserven aufzudecken und da sind natürlich die Begehrlichkeiten an den deutschen Bölbschafts relativ hoch.
00:11:27: das sind ungefähr Hundertseptigundachtzig Milliarden, die dort ich glaube hundertseventig Milliarden ist der Bilanz wert?
00:11:34: Und jetzt können Sie sich fragen was die Anschaffungskosten waren.
00:11:37: Es gibt Leute, die sagen, es sind nur acht Milliarden gewesen.
00:11:39: Also die Differenz könnte man einfach aufdecken.
00:11:41: Aber das ist natürlich eine ganz bittere Sache und für die Deutschen eben eine extrem bittre Sache dass Madame in Flächen uns jetzt sozusagen eine höhere Inflationsrate gemacht hat, orthodoxe Geldpolitik Und am Ende würde man auch noch sozusagen die Stellenreserven wo sie auch immer liegen, vor Frühstücken.
00:11:58: So einfach ist das auch gar nicht weil nach meinem Wissen werden diese Reserven kann man nicht einfach gegen andere Verluste rechnen.
00:12:04: also das würde schon erhebliche Diskussionen auslösen.
00:12:07: Es könnte auch sein, dass der Staaten tatsächlich die Bundesbank in irgendeiner Form rekapitalisieren muss, sprich das Herr Lindner dann zweistellige vielleicht sogar dreistelligen Milliardenbeträge der Bundesbank zur Verfügung stellen muss.
00:12:19: Das würde in Deutschland ja extrem schlecht ankommen, wenn das im Prinzip die Quittung für die unpopulären Anleihekäufe wäre.
00:12:25: Wie glauben Sie, Herr Schlotmann bekommen die Notenbach und diese Kuh denn wieder vom Eis?
00:12:29: Dass vielleicht am Ende nicht ganz so große Verluste anfallen.
00:12:33: Ja man könnte zum ersten Schritt sagen Ja, die Einlagenzinsen einfach nicht zahlen.
00:12:40: Aber da müsste man natürlich knaller sagen, Moment mal!
00:12:43: Ihr habt damals den Anleihen aufbiegen und brechen diese... Den Banken, die Anleien abgekauft.
00:12:49: ihr wolltet sie haben?
00:12:50: Und ihr wusstest genau dass er damit Reserven produziert.
00:12:53: und ihr könnt es sich einfach sagen oh das gefällt uns.
00:12:55: jetzt will ich jetzt verzinden wir die nicht mehr.
00:12:56: wenn Sie sie nicht verzinzen das habe ich eben erklärt dann können sie ihre Geldpolitik auch nicht machen.
00:13:00: ja also das ist kein keine Lösung.
00:13:03: jetzt können sie sagen Es gibt auch Die Anhänger von modernen Monetärizierungen würden einfach sagen, es ist doch egal.
00:13:10: Dann ist eben der Geldmax ins Weiterbahnmüll.
00:13:13: Die Infektionsrate ist umso völlig unabhängig von eurer Geldpolitik.
00:13:16: Das halte ich für extrem absurd.
00:13:21: Also zu sagen wir lassen das einfach laufen und wir verschärfen nicht die Geldpolitik, das kann man nicht machen.
00:13:28: Was man auch machen kann ist, man kann sagen okay ich fange an einfach massenweise Anleihen zu verkaufen.
00:13:34: Also ich verkürze meine Bilanz wieder.
00:13:36: Irgendwann muss er die Anleihen kaufen, also wird das Zentralbankgeld vernichtet?
00:13:40: Das ist brutal für die Märkte.
00:13:43: und diesen Zinsanstieg vielleicht dann noch über drei in Deutschland auf dreieinhalb Prozent Bundesrendite für zehn Jahre, dass es vielleicht gehen werden in der Rezession.
00:13:53: Man weiß es nicht.
00:13:54: Auf jeden Fall erwartet der Markt jetzt zurzeit deutlich den Inflationsraten wieder, sonst wären ja die Zinsen vor zehn Jahren überhaupt nicht so niedrig wie zwei.
00:14:01: Ich denke, das war auch keine Option.
00:14:03: Man kann dann anfangen, Mindestgeserbssätze zu erhöhen.
00:14:06: Das wird auch vorgeschlagen von Experten.
00:14:08: aber ich finde das ist reiner Populismus.
00:14:10: weil natürlich kann man jetzt auf die Banken schlagen und wir werden es gleich vielleicht noch machen und sagen wieso geben sie das nicht weiter?
00:14:17: Aber die Bank haben damals die Anleihen verkauft, haben dafür Minustimzen bekommen.
00:14:21: Die Anleien sind damals halt im leist gestiegen, weil die Notenbanken natürlich die Käufe, die wir lieb in der Bote getrieben haben.
00:14:28: Und jetzt wo einem das nicht mehr gefällt, sagt man, gehen wir mal um und wir wollen es nicht mehr, dass sie über uns einlagen haben.
00:14:32: Also Einlagenhöhe bestecken geht auch gar nicht!
00:14:35: Weil dann würden die Leute ja das Geld wieder, die Bankensgeld wieder ins System bringen.
00:14:38: Das will mir gerade nicht, da wird der Geldmarkt sonst wieder fallen.
00:14:41: Aber das ist keine Möglichkeit.
00:14:43: Was ich halt denke, ist, man muss einfach den Wettbewerb unter den Einlagen erhöhen.
00:14:51: Die Banken haben natürlich nur deshalb so ein großes Interesse daran, diese Einlagen bei der Zentralbank zu halten und damit wahrscheinlich bald dreieinhalb, jetzt zweieinhalb, bald drei oder vielleicht irgendwann vier Prozent draufzubringen.
00:15:04: weil sie halt auf der Aktivseite, wenn Sie andere erstes kaufen, dort hat nicht genug Kredit bekommen.
00:15:10: Wenn Bundesanleihen nur bei zwei Sechzig sind und ich kriege drei Prozent auf meine Kursfüsienanlagen ist da eigentlich ein guter Trade.
00:15:15: Und wenn ich dann auch noch meinen Sparern, also den Tendinget-Einwegern in Deutschland, das haben Sie eben schon mal angesprochen im Schwindel nur neun Komma sechs Prozent gebe?
00:15:26: Das ist natürlich eine super Geschichte.
00:15:28: und die Frage ist, warum geben sich die die Spare und Anleger halt mit dem Neukommer sechs Prozent zufrieden?
00:15:35: Ja vielleicht weil es keine anderen attraktiven Angebote gibt.
00:15:37: Es gibt ja nicht viele Banken, die mehr bezahlen.
00:15:39: Also es ist ja fast als würden sie sich absprechen diese Tageskeitsinsen so niedrigzulassen.
00:15:44: Ja, und da ist halt die Frage.
00:15:45: Da gibt es schon die ersten, die sagen, da muss das Kartellamt kommen?
00:15:48: Aber Ökonomen würden auch immer sagen... Man kann natürlich, wenn Leute sagen okay, Kreditfuhr wird ja auch verboten.
00:15:54: Warum wird nicht nur Mindestzins sozusagen eingefordert?
00:15:58: Also machen wir ein Gesetz, dass die Banken halt mindestens bezahlen müssen.
00:16:02: Ökonomen glauben natürlich immer eher an Wettbewerbern.
00:16:05: Und man kann sich fragen der warum ist das zu zählen?
00:16:07: Wenn Sie mal irgendwie gutes Angebot sehen Dann seht ihr immer, sie kriegen irgendwie für zwanzigtausend Euro oder zehntausende Euro, kriegt sich sechs Wohnungsbanken in Superzins und dann nachfällt er wieder ins Boden lose.
00:16:17: Also ich denke einfach wir haben ja öffentliche Banken also sozusagen der Staat, Banken sind ja kein öffentliches Gut.
00:16:25: aber wir haben als Staat mittelbar die Städte, haben die Sparkasten Wir haben die Volksbanken, wir haben die Landesbanken.
00:16:32: Man muss einfach sagen man muss den Sparern und Anlegenden einfach bessere Angebote machen.
00:16:37: Und wenn das der Steuerzahler jetzt diese ein Prozent Verluste im Jahr vielleicht tragen muss von der Bundesbank, dann können wir auch sagen Leute was pfeffelt ihr hier die Banken?
00:16:46: Die starten nicht jedenfalls.
00:16:48: Sagt denen doch mal Ihr sollt in höheres Einlagenzins einfach einen Termin angeboten machen und dafür werden die Leute in die Bude einsetzen.
00:16:55: Da macht es zum restlichen Banken noch nicht mehr so viel Spaß.
00:16:58: Aber blieb die Liquidität da nicht immer noch ums System, wenn jetzt alle Einlagen z.B.
00:17:02: zu einem Sparkassen-Rennen fließen würden weil sie drei Prozent aufs Tagesgeldkonto geben Dann haben alle anderen Banken keine Einlagen mehr bei der EZB oder keine Nennenswerten, aber die Sparkassen sind ja dann völlig satt von Liquidität.
00:17:14: Die müssen sich auch irgendwie zum Laufen
00:17:15: bringen.".
00:17:16: Das ist richtig!
00:17:16: Aber das Argument ist immer das folgende.
00:17:21: Der aggregierte Bankensektor hat nur deshalb so ein hohes Interesse an den Zentralbank-Einlagen weil er einfach einen so hohen Zins bekommen kann und weil er auf der anderen Seite sozusagen seinen eigenen Anlegern ebenso deutlich weniger geben kann.
00:17:35: Wenn er aber den Anliegern halt mehr geben muss, dann ist ja diese Zinsmarschel, wenn wir sagen, achtzig Prozent teilweise werden gar nicht verzinsen bei den Sparkassen und im Schnitt haben alle zusammen nur Null Komma Sechs.
00:17:47: So, wenn sie das mit zwei Komma Fünf zur Zeit vergleichen liegt da eben eins Komma Neun auf dem Tisch.
00:17:51: Wir sehen in Italien zum Beispiel werden solche Einlagen für ein Eins Komma fünf Prozent verzinsen war uns Im Schnitt nur mit Null Komma Sechs gesehen, da ist irgendwo einfach mehr Musik.
00:18:00: Und ich glaube, was es wirklich sein muss ist einfach dass man den Anleger eine Perspektive gibt.
00:18:06: Man kann wieder zehnjährige Anleihen kaufen.
00:18:08: also im Grunde des ganzen Druis muss ein Trade zurück sein von den Banken die das Geld haben der Sparer die aber nicht die Anleih kaufe wollen die sie irgendwann mal verkauft haben.
00:18:20: Also alle haben irgendwann der Notenbank die größten Bestände an Anleinverkauf und die Notenbanken möchte jetzt eigentlich die Anleihe loswerden.
00:18:27: und wer kommt in Frage?
00:18:28: entweder die Banken oder eben die Sparer.
00:18:31: Und damit würde sich im Grunde das Ganze auch rückabwickeln.
00:18:34: Das ist der Punkt, also sozusagen die Kurve ist so etwas von Flach, also sie kriegen einen kurzen Ende mehr als am langen.
00:18:41: China hat Interesse in Landfristig Anleihen zu gehen und diese Fantasie müssen Sie da wecken!
00:18:45: Wie können Sie eigentlich nur wecken indem Sie halt eine relativ restriktive Geldpolitik machen?
00:18:49: Sprich dass die Infationsrate fällt und dann glauben die Leute mit zwei Sechzig-Zwei-Siebzig für zehn Jahre ist auch wieder Geld zu verdienen.
00:18:56: Aber das ist natürlich auch sehr dünnes Eis darauf zu setzen, dass die deutschen Sparern den Kapitalmarkt für sich entdecken und es Geld in den Kapitarmarkt bringen.
00:19:03: Da haben Sie recht!
00:19:03: Und deshalb ist auch der Bundesbank im Urlaub einfach festgesetzt, wie das der Rückflug ausfällt.
00:19:08: Es ist sozusagen einfach völlig unklar, wie sich das Ganze bewegt.
00:19:12: Die können als Rundenbank nicht die Anleitzinsen massiv steigen lassen?
00:19:16: Dann würden die Spare ja vielleicht denken bei vier, fünf und ein halb, fünf Prozent Zinsen kaufen wieder zehnjährige Anlei.
00:19:21: Das ist der Tod für die Wirtschaft, weil die Zinssätze können die Unternehmen vielleicht nicht bezahlen und es ist überhaupt kein Ausblick da.
00:19:30: Und auf der anderen Seite sagen Sie halt wir müssen die Zinzen erhöhen?
00:19:34: Damit erhöhen sie die Einlagensätze und damit erhöhen sich die Verluste.
00:19:37: aber da sehen Sie auch schon was das Bundespräsident Nagel gesagt hat, was Sie auch in vielen Zeitungen lesen eine Notenbahn ist am Ende nicht dazu da Geld zu verdienen.
00:19:46: Wenn man sich Verlust macht, aber die Verliste sind im Interesse der Volkswirtschaft, weil damit die Preise stabil gehalten werden muss man das hinnehmen.
00:19:53: Ja, das ist einfach so.
00:19:56: Aber es bleibt halt der bezahle Beigeschmeck und da sind wir auch wieder beim Hotel Kalifornia.
00:20:01: Wir sind da einfach mal im Urlaub gefahren von der normalen Geldpolitik und haben sich eigentlich keine Gedanken gemacht so richtig wie sie da wieder rauskommen.
00:20:09: Und sie gibt's völlig überrascht dass die da irgendwie ja vielleicht über Jahre in diesem Hotelraum sitzen... ...und der Schlimme ist, dass es eben viel Geld kostet!
00:20:21: Mein lieber Mann, ich resumiere eine wirklich pittere Situation in die sich die Zentralbanken da hinein manövriert haben.
00:20:27: You can check out any time you like but you can never leave.
00:20:30: das ist wirklich zutreffend hier in diesem Fall und dieses Drama bei den Notenbanken hat glaube ich vielleicht sogar das Zeug zum historischen Klassiker wie der Eagle Song wenn sie nicht bald eine Lösung dafür auf dem Weg bringen.
00:20:40: Sie haben einer dafür vorgeschlagen.
00:20:41: mal schauen wie es damit läuft.
00:20:43: wir werden auf jeden Fall gespannt zuschauen Wenn Sie dieses Thema irgendwann mal auf der Titelseite der Bildzeitung sehen.
00:20:49: Wissen Sie, wo sie zum ersten Mal gehört haben hier bei einer Handvoll Euro?
00:20:53: Das war es für heute mit unserem Finanzvideo Cast.
00:20:55: Auf unserem YouTube-Kanal finden Sie auch die schon früher erschienen Folgen von Für eine Handvoll EUR.
00:21:01: Ich würde mal sagen an dieser Stelle auf Wiedersehen und bis zum nächsten Mal sagen Michael Hettstück und Olaf Schlotmann!
00:21:08: Ja vielen Dank!
00:21:09: Auf Wiedersehen.
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