Rüstung als Wirtschaftsturbo: Echtes Wachstum oder Strohfeuer nach russischem Vorbild? (#21)

Shownotes

Moderator und Producer: Michael Hedtstück Host und Experte: Prof. Olaf Schlotmann (Ostfalia)

Kontakt: Michael Hedtstück, mh@aurora-stories.de Olaf Schlotmann, o.schlotmann@ostfalia.de

Transkript anzeigen

00:00:00: Also nun will ich sagen, gibt es einen brutalen Unterschied zwischen Konjunktur und Wachstum.

00:00:03: Sie haben einen riesigen Bevölkerungsverlust an Männern sozusagen die im Krieg fallen und sie haben auch einige Leute oder viele Leute rund eine Million hier sozusagen ausgewandert sind seither.

00:00:12: das heißt die Produktionsmöglichkeiten.

00:00:13: Kurve ist gar nicht mehr so möglich wie sie sozusagen erst eingezeichnet haben in Blau.

00:00:18: also ich kann diese Punkte gar nicht mir ansteuern weil ich sozusagen Kapazitäten von den Maschinen diese Intelligenz dieser Maschine nicht weiter habe.

00:00:26: Ich habe weniger Leute und ich hab auch einen riesigem Infrastrukturverluste.

00:00:29: Und da kann man eben ganz klar sagen, dass die Rüstungsforschung oder auch das Aufrüsten in den USA am Ende deutlich präsentive Motivikatorwecke gezeigt hat.

00:00:39: Aber ob wir im Real das kruppieren können in der Dimension wie die Amerikaner sind, dann bin ich doch sehr skeptisch!

00:00:45: Also schon fehlt ein wenig zu sagen.

00:00:47: Leute, wir müssen uns fragen was machen wir denn nach dem Ausgaben in Purschen?

00:00:59: Schwert hat zum Flugschalen nur umgekehrt.

00:01:02: In Deutschland werden die Löcher in den Produktionskapazitäten, die die Autoindustrie mit ihren Abbauprogrammen gerade reißt zunehmend von Waffenherstellern geschlossen, die massiv wachsen und investieren.

00:01:12: Rüsten wir uns gerade aus der Konjunktur-Flaute heraus?

00:01:15: Was für Antworten liefert unseren Blick zurück in die Zeiten des Wettrüstens im kalten Krieg!

00:01:20: Wir werden das von mehr Experten dieses Podcast erfahren dem Ökonomen und Professor an der Oswalier Hochschule Olaf Schlotmann.

00:01:28: Hallo, Michael

00:01:29: Olaf, erste Stimme.

00:01:30: Sprechen inzwischen von einem glücklichen Timing.

00:01:32: während die Autoindustrie blutet erzeugt die militärische Bedrohung durch Russland einen enormen Nachfragsschub nach Rüstungsgütern Fahrzeuge Munition Elektronik Drogen Schiffe Software und vieles mehr.

00:01:44: wo stehen wir denn gerade in diesem Industrie im Umbruch in Deutschland?

00:01:48: Ja es ist aller Munde jeder spricht darüber und gibt Zahlen, es gibt auch Fakten.

00:01:53: Also die zahlen zum Beispiel fünf neunzig Milliarden das ist diese berühmte Bazooka also ein Teil davon.

00:01:58: bis zwei tausend dreißig Reimetall wird immer genannt will halt VW Kapazitäten und Alzom Fabriken übernehmen.

00:02:05: Wir reden vielleicht von tausenden von nicht neuen aber ich sage mal Ersatzarbeitsplätzen in der Industrie.

00:02:11: Und es gibt natürlich ein politisches Versprechen, die sagen, dass es gibt Volumen und Arbeitsplätze werden erhalten.

00:02:15: Es gibt neue Wertschöpfung und es gibt Wachstum.

00:02:18: Man kann als Beispiel auch in Osnabrück nehmen zum Beispiel da wird ja dann wahrscheinlich Israelis werden das übernehmen.

00:02:23: Wir haben also die alten Kamernwerke übernehmen wo jetzt letzte Zeit spezialisierte Fahrzeuge wie Kabelbus entstanden sind.

00:02:29: Das läuft eben nicht mehr.

00:02:30: diese Fabrik sollte eigentlich geschlossen werden und jetzt will man halt Wohnen dort herstellen

00:02:35: Ja und Komponenten für Flugabwehrsysteme, die in den nächsten Jahren extrem gefragt sein werden.

00:02:40: Aber werden mehr Produktion und Beschäftigung der Rüstungsindustrie dann auch zu mehr Wirtschaftswachstum in Deutschland führen?

00:02:47: Das ist das Produktskern, also die entscheidende Frage.

00:02:50: Als Ökonom will ich sagen gibt es einen brutalen Unterschied zwischen Konjunktur- und Wachstume.

00:02:54: Und Wirtschaftswachsen ist eben dass das Motor-Inlandsprodukt steigt dauerhaft ja und das geht eben eigentlich auf Dauer nur durch mehr Kapital, also sprich mehr Maschinen, durch technischen Vorteil, Produktivität aber eben auch durch mehr Arbeitskräfte.

00:03:07: Und ein großer Teil davon, wie Wirtschaftswachstum zustande kommt ist die privaten Investitionen.

00:03:14: Das klingt ja gar nicht gut denn gerade die private Investition sind in den letzten Jahren extrem niedrig gewesen, extrem blutabend.

00:03:21: wenn sie überhaupt gewachsen sind dann nur auf ganz geringer Niveau.

00:03:24: Michael ich habe da einen Schaden mitgebracht und habe mich auch aufbereitet.

00:03:27: der ist auch so viele Talkshows gegangen.

00:03:29: das ist natürlich Munition.

00:03:30: also man kann hier sehen auf der Grafik Das Bruttoinlandsprodukt ist die mittlere Linie, dümpelt praktisch seit Jahren vor sich hin.

00:03:36: Es gibt so gut wie kein Wachstum.

00:03:38: Wir reden jetzt ein bisschen von einem kleinen Wachsum von vielleicht einem Prozentmal und man sieht eine kurve Tiere steigen das der Staatsverbrauch.

00:03:46: aber was dass es vielleicht?

00:03:48: da kann man viele Sachen überdenken ja Aber ob das ein echter wachstumsfaktor ist sicherlich nicht.

00:03:53: aber Einwachstungsfaktoren habe ich gerade gesagt.

00:03:55: der entscheidende wachsungsfactor sind eben die privaten Investitionen.

00:03:58: oder sieht man halt dass sie nur fallen oder auch kaum sich wieder erholen.

00:04:03: Und das ist halt tragisch.

00:04:06: und ob das jetzt ein bisschen mehr aus diesem Auschrunk wird, den wir jetzt vielleicht dieses Jahr haben?

00:04:11: Das wird sich zeigen!

00:04:12: Und es führt mich eben auch wieder zu Schumpeter, denen wir schon öfter hier zitiert haben in dem Podcast.

00:04:18: Wie würde Schumpäter denn den Impuls durch die Steinenrüstungsausgaben genau einordnen?

00:04:25: Naja, ich habe da auch Leute gehört.

00:04:26: Das hat mir ein bisschen erschrocken die jetzt das was hier zu in Osnabund bezeichnen stattfinden kann durch die Israelis und die UNVW eben.

00:04:34: Das würden sie als schöpferische Zerstörung bezeichnet.

00:04:36: Das ist natürlich quatscht weil es ist ja sozusagen... Da liegen ja Arbeitsplätze brach und nicht übernehmen etwas.

00:04:42: aber bei Schumpel ist natürlich so Ich brauche dauerhafte Innovationen und ich muss nur über Innovationen verschiebt sich der Wachstumsfahrt einer Wirtschaft nach oben.

00:04:50: Diese Befund gilt ja eigentlich für alle Branchen in denen Innovation stattfindet, in denen Werke gebaut werden.

00:04:56: Volkswirtschaft ist die Wirkung immer positiv, egal ob ein Chemiewerk gebaut wird eine Autofabrik oder Maschinenfabrik.

00:05:02: was ist denn jetzt das besondere Problem mit Wachstum und Kapazitäten durch Rüstung?

00:05:07: Ja da wird dann immer wieder die Multiplikate auf der Konkurren genannt Meistens Verröstungskütern, jetzt kann man auch das stereotypische Beispiel Autos und Panzer nehmen.

00:05:17: Also ein Auto da gibt es Vollgehinvestitionen du musst also es gibt After Sales, du musst Reparaturen, es gibt Verschleiß in großen Stilen weil das Auto ja täglich bewegt wird.

00:05:25: Das sind ja bei der Diskussion jetzt gerade um die Benzinpreise.

00:05:28: Ein Panzer, der steht da klar, es geht Übungen aber er muss auch gewartet werden.

00:05:32: Aber das ist natürlich eine ganz andere Sache.

00:05:34: Die Wertschärfzuschritte wird nicht in dem Maße steigend.

00:05:37: Ob ich ein Auto oder einen Panzer baue, ist eben nicht das gleiche Kann man Platz sagen.

00:05:41: Aber Olaf, dieses Phänomen das Panzer oder Geschütze in der Kaserne hoffentlich vor sich hinrosten bis sie Jahrzehnte später unbenutzt wieder verschrottet werden und in der Zeit keinerlei... Produktivität oder Ersatzinvestitionen auslösen, dass so eine späteste Zeit im Ukrainekrieg überholt.

00:05:57: Was wir da sehen ist ja in Teilen ein Hightech-Dronenkrieg unter Nutzung von künstlicher Intelligenz und gerade die junge Drohnindustrie wird in Deutschland ja gerade im Sorg der Staatsaufträge massiv herangepeppelt.

00:06:11: Jetzt nicht die nächsten zwanzig Jahre in Ihren, welchen Depots vor sich hinraussten werden.

00:06:15: Dual Use ist glaube ich der Fachbegriff dafür wenn man sich überlegt dass diese Drohntechnologie auch an anderen Zwecken eingesetzt werden könnte.

00:06:22: Sind solche indirekten Wachsumseffekte wirklich gänzlich ausgeschlossen?

00:06:25: Wenn wir zum Beispiel für viel Geld Drohnen kaufen?

00:06:28: Nein das muss ja klar sagen.

00:06:30: und da gibt es auch in der Historie zwei echte Beispiele also ein negativ Beispiel was sozusagen dieses Verrotten stützt.

00:06:39: Aber es gibt doch ein Positivbeispiel, das ist die USA.

00:06:42: und ich würde jetzt gerne mit dir zwei Sachen durchdiskutieren.

00:06:44: Und zwar den Fall Russland oder die Sowjetunion aber auch den Fall USA wo's eben massiv zu Dual News und massiv zur Wachstumsteigerung gekommen ist.

00:06:52: Das klingt wirklich interessant für mich als Kind der Achtzigerjahre.

00:06:55: Leg mal los!

00:06:56: Ja ja für mich ist es auch interessant erinnert mich an die Bundeswehr.

00:06:59: Es ist auf jeden Fall meine Welt.

00:07:01: aber lass uns einfach mit Russland von heute starten.

00:07:04: Das ist auch unsere Welt.

00:07:06: und wir haben uns damals, also wir haben schon mal vor zwei Jahren damit beschäftigt relativ am Anfang.

00:07:10: und da haben wir uns gefragt ja kann es sein dass die Kriegsausgaben die russische Wirtschaft kollabieren lassen?

00:07:17: Und da hatten wir eigentlich gute Argumente aber wir lagen auf der Zeitachse echt falsch.

00:07:20: Ja!

00:07:21: Wir haben uns immer gefragt Der Titel war damals ganz provokant wie der Krieg Russlands Volkerschaft ärmer macht.

00:07:26: und dann wurde gesagt das Öl und exportieren sie die Waffen ist doch alles super Die kriegen wir nie klein.

00:07:31: Aber jetzt kann man halt sagen, Moment mal die Sache bröckelt und warum bröckelt sie?

00:07:37: Und das kann man vielleicht ganz gut genidisch.

00:07:39: Also als Volkswirt kann ich das gut erklären mit dieser Produktionsmöglichkeitenkurve.

00:07:43: Das machen wir damals gemacht.

00:07:45: Diesmal habe ich es so ein bisschen mehr aufgezogen und ich würde gerne meine Grafik einblenden.

00:07:49: und da siehst du eine Produktions-Möglichkeitencurve.

00:07:51: Daran habe ich geschraubt.

00:07:53: Was ist dazu erkennen?

00:07:54: Das ist sozusagen nicht trivial, aber dennoch ist es VWL-I eigentlich.

00:07:59: Ja das ist eine typische Slide aus einer Mikrokonomie Vorlesung.

00:08:03: und was kannst du sehen?

00:08:04: Du kannst halt eine x-Achse und eine y-Aachse sehen Und wir Volkswerte haben uns einfach knallart vereinfacht.

00:08:10: Wir haben halt gesagt dass so etwas wie Butter und Kanonen Also die Kanonen stehen auf der x-achse das sind die Rüstungsgüter Die Butter das sind Konsumgütern.

00:08:18: So muss man fairerweise sagen eigentlich alle Zivigüter.

00:08:20: Aber wir wollen es halt besonders einfacher halten.

00:08:22: So was kannst du machen?

00:08:23: Du kannst halt, wenn du voll ausgelassen bist.

00:08:24: Wenn du alle Menschen beschäftigst, die Maschinen laufen keine Kurzarbeit, keine brachregende Kapazitäten bist du auf der blauen Kurve.

00:08:31: Dann kannst du beibige Punkte ansteuern zum Beispiel in Punkt A. Der unterscheidet sich von der Effizienz nichts vom Punkt B aber hat eine andere Güterkommunikation.

00:08:39: bei dem einen beim Punkt A hast du relativ wenig Größtungsgüter beim Punkt B hast du relative viele dann kannst du ein Punkt C haben.

00:08:45: da hängst du irgendwie unter der Kurve.

00:08:47: Da fragt man sich das ja da bin ich nicht ausgelastet.

00:08:49: sprich Also entweder habe ich Arbeitslose oder ich hab Arbeitslöse und Leerstehende Maschinen.

00:08:53: Und da gibt es einen Punkt D, den würde ich gerne erreichen kann ich aber nicht weil ich sozusagen nicht genug technischen Fortschritt haben um so viel zu produzieren.

00:09:00: So das ist sozusagen unser Handwerkzeug.

00:09:02: Wenn ich halt alles in Rüstung stecke dann habe ich null Konsum.

00:09:04: Das ist noch ein bisschen der Rocketman also Nordkorea der ist immer noch selber gut genährt aber sozusagen kaum der Rest seiner Bevölkerungshaushalt sein.

00:09:13: oder was sagen?

00:09:13: die haben halt wenig zu essen ja?

00:09:15: Das sind so die Ausgangslagen dass kann man sich anschauen.

00:09:17: Kannst du uns die Kurve für Russland vielleicht einmal ganz kurz erklären, damit wir es am konkreten Beispiel sehen?

00:09:23: Ja das Gute ist, wir haben ein konkretes Beispiel.

00:09:25: Der schlechte ist wenn wir jetzt in die Kurven einblenden... Es ist noch mehr darauf zu sehen aber das geht halt nicht anders.

00:09:30: ja Also schauen wir uns die kurve jetzt sozusagen auf Russland an.

00:09:33: da kann man Folgendes sehen Wir unterstellen einfach mal vor dem ukrainekrieg waren Die russen In der lage auf dieser blauen linie zu agieren Aber sie haben sich freiwillig für den punkt a entschieden.

00:09:43: Sie wollten also nicht ewig viel rüstung haben.

00:09:46: so lief alles gut.

00:09:48: Dann haben sie den Ukraine-Krieg begonnen und dann sind sie auf der Kurve einfach gewandert, von Punkt A zum Punkt B. Das heißt also sozusagen Sie haben weniger Konsumglüter gemacht und mehr Rüstung gemacht.

00:10:00: Vielleicht haben Sie gleichzeitig – es gibt diese Grafik nicht her – natürlich mehr importiert.

00:10:04: Es ist nicht so, dass Sie sofort den Konsum stark runtergefahren haben.

00:10:07: Sie haben es importiert, das zeigen wir hier nicht.

00:10:09: Aber sie haben sozusagen Richtung Kriegsglüther verschoben.

00:10:15: Das ist erstmal okay, also auf der Linie kann man bleiben.

00:10:18: Aber die Frage ist bleibt die Linie so?

00:10:20: Wir haben noch eine weitere Linie eingezogen zwar die rote Linie.

00:10:23: So weil eines ist auch klar darüber haben wir damals schon gesprochen was sind denn die Folgen der Sanktionen?

00:10:28: oder was werden die Sanktsionen?

00:10:29: irgendwann werden die folgen werden ja.

00:10:31: Also sie erschweren auf jeden Fall den Zugang zu diesen Chips und Sie können nicht mehr so produzieren modern produzieren wie sich das eigentlich vorstellen.

00:10:38: Sie haben einen riesigen Bevölkerungsverlust an Männern sozusagen die im Krieg fallen Und sie haben auch einige Leute oder viele Leute rund eine Million die sozusagen ausgewandert sind.

00:10:46: Das heißt, die Produktionsmöglichkeiten Kurve ist gar nicht mehr so möglich wie wir sie sozusagen erst eingezeichnet haben in blau.

00:10:53: also ich kann diese Punkte gar nicht ansteuern weil ich sozusagen Die Kapazitäten von den Maschinen dieser Intelligenz dieser Maschine nicht weiter habe.

00:11:01: Ich habe weniger leute und ich hab auch ein riesige Infrastrukturverlust.

00:11:04: sprich ich kann das gar nicht mal so produzieren Weil ich sozusagen die Pipeline viele nach Westen sind alle wertlos geworden.

00:11:09: Also jetzt habe ich sozusagen Kann man auch sagen paradoxe Situation.

00:11:13: wir haben jetzt nicht eingezeichnet vielleicht kurz bis ich noch ein bisschen hätte mehr produzieren können.

00:11:17: aber Man kann eben weniger produzieren Insgesamt die Produktionsmöglichkeiten.

00:11:20: kurve fällt weil sozusagen Die technik aushält weil die menschen nicht mehr da sind muss es halt dann importieren und wenn nicht wenn die Kurve fällt sagt natürlich der put im moment mal Wenn ihr weniger produziert könnt.

00:11:32: insgesamt.

00:11:33: eines ist aber klar Ich will immer nach genauso viel rüstungsgrüter wie vorherhaben.

00:11:37: also kommen wir auf den punkt e hier und dieser punkte Der hat sozusagen die gleiche Rüstungsproduktion wie der alte Punkt B, aber mit deutlich weniger Konsum.

00:11:46: Und das ist natürlich verrückt.

00:11:47: also man könnte auch mit Schumpeter sagen Die Auslastung kann ja noch hinkriegen Aber die wirtschaftliche Entwicklung und darauf kommt es ja eigentlich an, die ist gestoppt.

00:11:57: Also ich rutsche mit meiner Kurve zum Ursprung und damit verzwerge ich mich selber.

00:12:02: Wir sehen hier ganz konkret, wie das in Russland funktioniert im Moment.

00:12:04: Wir haben voll ausgelasserte Kapazitäten, einen krassen Personalmangel die Löhne explodieren.

00:12:11: Das Geld heizt dann wieder den internen Immobilienmarkt an weil es irgendwo hinfließen muss und so sozusagen entsteht jetzt dieses Wachstum was man in den letzten Jahren gesehen hat aus der Kriegswirtschaft heraus.

00:12:23: So etwas ähnliches haben wir schon in achtziger Jahren gesehen bei der Sowjetunion.

00:12:27: Und damals hat der Sowjetunion dieses Wettrüsten, dieses extreme Rüsten wirtschaftlich das Genick gebrochen.

00:12:33: Der Rüstungswettlauf mit den USA hatte enorme Ressourcen verschlungen die Wirtschaft wurde ineffektiver, der zivile Bereich ist massiv geschrumpft, die Infrastruktur ist zerfallen und am Ende auch das politische System.

00:12:44: Ja, das ist richtig!

00:12:46: Das ist ein guter Aufhänger für das zweite Beispiel.

00:12:48: Da hat er eben gesagt, es gibt ein positives Beispiel für die dual use und ein negatives Beispiel.

00:12:53: Das negative Beispiel haben wir jetzt hier zweimal abgearbeitet.

00:12:56: Du hast jetzt nochmal die Sowjetunion eingeschoben in Russland sozusagen.

00:12:59: zu unseren Zeiten ist es definitiv so.

00:13:01: Wir gucken jetzt auch noch mal an die Vergangenheit in den USA wo?

00:13:04: da kann man ganz klar sagen dass die Rüstungsforschung oder auf das Aufrüsten im USA am Ende deutlich positive Multiplikatorwirkungen gezeigt hat.

00:13:13: Was war das Erfolgsgeheimnis der Amerikaner für diese Multimikata-Wirkung?

00:13:17: Warum ist es den gelungen, in den Siebziger-, Achtzigerjahren im Zeit des Wettrüstens diese Wirken zu erzielen?

00:13:24: und die Russen haben eben nicht geschafft diesen Impuls der starken Rüstungsnachfrage in zivile Wachstumssprünge umzumünsten.

00:13:30: Ja wir haben es ja damals schon mit unserem anderen Podcast auch gesagt also ein Panzermehr hat irgendwie nur tragen Sinne bedeutet auf eine weiteres Auto zwanzig Jahre warten.

00:13:38: Und in den USA, das ist einfach knaller hat so gewesen.

00:13:41: Wir müssen jetzt wieder eine Grafik einblenden und ich habe sie wieder leicht verändert.

00:13:44: aber ich glaube man kann es ja auch gut erklären Es war in der USA extrem wichtig dass man eben gleichzeitig man konnte die die Konsum oder Zivideindustrie Wachsen lassen und gleichzeitig auch mehr Rüstung bauen Ja also zu sagen Das war kein entweder oder aus gab auch keinen ausgebluteten Konsumsektor.

00:14:01: und lass uns mal konkret da reingehen jetzt in die grafik.

00:14:03: Also haben wir gesagt der anfangspunkt ist der punkt A Also nicht ganz voller Auslastung der amerikanischen Produktionskapazität.

00:14:12: Da hat man gesagt, als der Sputnik-Effekt kam also dann geguckt, oh Gott!

00:14:17: Der Kommunismus kann im Weltraum Jury Gaggarin und all das... Wir wollen auf den Mond und wir wollen die ersten Seiten.

00:14:23: Das hat ja so langsam dann angefangen nach dem Sputnikgefühl.

00:14:26: Und im ersten Schritt hatte man es folgendermaßen hingekriegt, man kurze dann halt einfach durch die steigenden Rüstungsausgaben, die waren nicht rival weil man noch Reserven hatte, könnte man sich erstmal auf die erste Kurve nehmen, die Vollbeschäftigungskurve, das ist die blaue.

00:14:38: Ist in Grunde die gleiche Kurve wie in Russland auch oder wie meiner generischen Kurve.

00:14:42: aber dann hat man halt massiv in sozusagen Infrastruktur, in Forschung Raumverteidigung all das gemacht und hat dann irgendwie aus diesen Forschungstechnologien ging Sachen hervor wie Infrastruktur, zivile Sachen wurden halt gesteigert.

00:14:56: Digitale Kommunikation, Satelliten Navigation und all das muss die Grafik nochmal einblenden.

00:15:01: man ist dann sozusagen durch diese Innovationen über Dual Use zum Punkt D gekommen.

00:15:06: Und was ist an den Punkt D so interessant?

00:15:09: Man macht nicht mehr Rüstung Man hat sozusagen die Rüstungsausgaben auf dem Sputnik Investitionen eingefroren, aber kann durch diesen Dual News, durch das Abstrahlen dieser Innovationen auf den Zivilsektor, kann man sozusagen den Punkt D erreichen.

00:15:21: Und wie kann man das machen?

00:15:22: Man kann halt sagen okay da gibt's dann vielleicht irgendeine Halbleiterindustrie in den Sechzigern und die haben gesagt oh... Ist ja super, das ist alles noch sozusagen ein Mundshot privat.

00:15:31: Aber wenn wir jetzt erstmal die Rüstungsleute haben, die uns zu sagen erst mal die Grafasitäten abnehmen, dann können wir vielleicht langsam anfangen in die Zivilsachen zu investieren und so ist dann halt am Ende das Wachstum rausgekommen.

00:15:41: Ja also die Halbleiterindustrie wird es wahrscheinlich im Silikon Valley auch nicht so geben, wenn nicht sozusagen irgendwann in den fünftiger, sechster Jahren die Leute massiv gerüstet hätten.

00:15:49: Und was machen die Russen heute?

00:15:51: Was haben sie zu bieten?

00:15:54: Ich habe erst ein bisschen geschluckt, weil das ist eine Argument von dir.

00:15:57: Muss nicht sofort an Scherne will denken aber da stimmt ja also die Kehnergie Die isst führend nach wie vor.

00:16:03: die haben zwar mal ordentlich miss gemacht Aber dass es weiterhin Verkaufschlager und es explodiert ja auch nichts mehr.

00:16:09: Also aber das ist ein bisschen wenig Ja sozusagen wenn das sozusagen die Folge aus der Rüstung ist Das

00:16:16: heißt, ganz starke Kontrast.

00:16:18: während die Rüstungsinitiativen der USA des Silicon Valley geboren haben.

00:16:21: Haben die Russen wenig zivile Spillover Effekte gehabt über die Kernenergie hinaus, über die sie jetzt auch heute noch Exporterlöse erzielen und weltweit führen sind?

00:16:31: Jetzt habe ich die hunderttausend Euro Frage.

00:16:33: Wir fragen ja nach Deutschland.

00:16:34: kann Deutschland das Erfolgsmodell der USA kopieren oder zünden wir gerade an Strohfeuer wie die Russien?

00:16:41: Ja hoffentlich nicht!

00:16:43: Aber sozusagen Ich kann es auch noch mal versuchen, grafisch zu belegen indem ich einfach die Amerika Grafik sozusagen auf Deutschland umminste.

00:16:50: Und ja wir haben eine ähnliche Situation wie die Amerikaner in den fünftjährigen Jahren vielleicht hier haben.

00:16:55: Ich sage aber auch mal reingeschrieben Wir sind in einer Wirtschaftskrise!

00:16:59: Da bleibe ich bei auch wenn wir ein Prozent Wachstum haben.

00:17:01: So und ich habe sie jetzt noch relativ harmlos gemacht mit dem Punkt A und B. Also wir sind nicht so weit von der Produktionsmöglichkeiten Kurve.

00:17:08: Wir haben keine Massenarbeitslosigkeit.

00:17:09: da wäre der Punkt A viel weiter zum Ursprung Aber er liegt halt nicht auf der blauen Kurve.

00:17:13: Wir können jetzt auf jeden Fall, wenn wir sozusagen in die Rüstung investieren.

00:17:18: Dann ist das ein Konjunkturbeitrag im positiven Sinne und wir können langsam uns berappeln und könnten vielleicht auf den Punkt B haben.

00:17:26: Das wäre Reimetall nutzfreie Kapazitäten also die Autoindustrie sozusagen da wo die Werke werden nicht geschlossen.

00:17:32: stattdessen wird so zu sagen wird das was du auch gesagt hast in Osterbrück es werden Hygiene gebaut und durch diese Produktion rutschen wie auf dem Punkt b und damit werden wir erst mal bei voll Beschäftigung.

00:17:43: Aber du hast er gefragt, können wir dem amerikanischen Beispiel folgen.

00:17:46: Also jetzt habe ich auch den Punkt D und das ist die Differenz zwischen B und D ist ja der zusätzliche Konsum oder die zusätzlichen Zivilgüter.

00:17:53: Ja?

00:17:53: Ob wir das schaffen!

00:17:55: Ja also ob wir das mit unseren Sachen wie Sensorik, Cybertechnologie, Robotik aufwärts schaffen können.

00:18:01: Und wir reden ja... Ich hab's am Anfang gesagt von fünf neunzig Milliarden.

00:18:06: Also sozusagen man muss auch die Dimensionen begreifen.

00:18:08: Amerika ist ein viel größeres Land Und unsere Rüstungsindustrie ist total fragmentiert.

00:18:13: Denk also, Airbus hieß nicht immer Airbus.

00:18:16: früher hieß es ERDS.

00:18:17: davor waren Teile von MBB das liegt in Italien.

00:18:20: die bauen halt teilweise Flugzeuge um die Teile vom Airbus durch die Gegend zu fahren als werden sie sicherlich wieder auch machen wenn Sie gemeinsam Rüstung haben.

00:18:27: dieses eine Flugzeugkonzept ist jetzt zwischen Deutschland und Frankreich schon wieder gescheitert.

00:18:30: ja Also die Dimensionen ist halt nicht so groß.

00:18:33: Ja und wir wollen vereinigen dass kommt auch dazu.

00:18:35: darüber haben wir noch gar nicht geredet Das will ich auch nicht weiter auswalzen.

00:18:38: Wir wollen ja eigentlich auch keine Waffen exportieren.

00:18:40: Und das Ganze hat so ein Geschmäckchen, deswegen habe ich auch am Anfang gezuckt als du mal von einem glücklichen Timing geredet hast.

00:18:46: Ja also wir Deutsche tun uns ein bisschen schwer.

00:18:48: wachst du durch Rüstung?

00:18:49: Also auch aus moralischen Gründen muss man einfach sehen!

00:18:54: Das kann man erreichen... Ich hab das Bild ja eigentlich nur kopiert aber ob wir ihn real das kopieren können in der Dimension wie die Amerikaner sind dann bin ich doch sehr skeptisch.

00:19:04: Also was wir festhalten können, was ja definitiv passiert.

00:19:07: Der Rüstungsproben schafft es Arbeitsplätze und Kapazitäten zu erhalten die sonst möglicherweise stillgelegt worden wären.

00:19:15: damit schaffen sie kurzfristig auf jeden Fall eine Art von Wert beziehungsweise verhindern das noch mehr Werte vernichtet werden aber schon später ist es zu wenig.

00:19:25: Ja definitiv ist das so wenig.

00:19:27: Also Schubwetter würde sagen, Leute wir müssen uns fragen was machen wir denn nach dem Ausgaben Impuls?

00:19:33: Wir reden jetzt von fünf neunzig Milliarden erst mal bis zwei tausend dreißig Jahr.

00:19:36: und wo sind die neuen Technologien ja wie wurde das dann wirklich zivil genutzt?

00:19:41: um was es dann sozusagen an Breitlin die Wissenschaft?

00:19:46: Wir haben gesagt, Sputnik-Effekt war siebenfünfzig und Halbleiter war sechziger Jahre.

00:19:50: Wir reden hier nicht von drei Jahren die wir uns hier vorgenommen haben sondern das ist auch in Amerika eine lange Dimension gewesen.

00:19:56: aber Das ist schon schwierig Und wir haben noch gar nicht die Zins- und Startschuldenthematik dabei drin.

00:20:03: Ja Aber man kann sagen ja also wenn das Wissen vordringt Wenn wir Dual News hinkriegen In Deutschland Ja, dann wird aus Rüstung eine Brücke für nachhaltiges Wachstum.

00:20:14: Aber andererseits ist es einfach nur auf jeden Fall... Ich bin auch ein Befürworter, dass wir das machen.

00:20:19: Also sicher als politisch ist das notwendig aber wirtschaftlich ist das eben ein begrenztes konjunkturelles Strohfeuer.

00:20:25: dann und da müssen wir aufpassen, dass es nicht dabei bleibt.

00:20:28: Was ich auf jeden fall mitnehme, ist natürlich auch davon ankommt wie die Rüstungsmilliarden investiert werden also sprich Munition, Panzer

00:20:35: usw.,

00:20:35: ist wahrscheinlich eher Das Thema.

00:20:38: wir rücken nur auf die Produktionsmöglichkeiten Kurve heran, weil wir Kapazitäten auslasten.

00:20:42: Aber wenn wir wirklich Wachstum erzeugen wollen und die Kurven verschieben wollen, dann müssen wir darauf setzen dass neue Technologien dadurch angeschoben werden und später noch in die zivilen Bereiche massiv expandieren können.

00:20:54: Schumpeter Mietz-Reinmethal auf der Produktions-Möglichkeitenkurve.

00:20:57: Lieber Olaf das waren angewandte Wirtschaftswissenschaften vom Feinsten.

00:21:00: ich danke dir dafür.

00:21:02: Ja bitte hat mir echt Spaß gemacht auch in der Vorbereitung.

00:21:04: viel Dank.

00:21:05: Ich hoffe, Sie fanden diese Analyse ebenfalls interessant und hilfreich.

00:21:08: Falls Ihnen dieser Podcast gefällt, freuen wir uns natürlich über ein Like oder einen Kommentar.

00:21:12: Sie können uns auch abonnieren dann kriegen sie das nächste Update direkt mit!

00:21:15: Und seit kurzem sind wir auf Apple und Spotify verfügbar.

00:21:18: also wenn Sie diese Plattform lieber nutzen dort finden Sie uns jetzt auch.

00:21:22: Natürlich Olaf Schlotmann, Sie kennen ihn diskutiert gerne auch weiter mit ihnen auf LinkedIn.

00:21:27: Jetzt aber als Schluss für heute.

00:21:29: Ich hoffe, wir haben Ihnen ein paar interessante Einblicke gegeben was es mit dem Rüstungsbuch auf sich hat und freuen uns schon auf die nächste Folge.

00:21:34: Vielleicht sind Sie dann wieder dabei!

00:21:35: Bis dahin bleiben sie gesund, haben sie eine gute Zeit und alles Gute bis bald bei FÜR EINER ANVOL EURO.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.