Der Takaichi Trade: Startschuss für einen Flächenbrand an den Finanzmärkten? (#17)
Shownotes
Moderator und Producer: Michael Hedtstück Host und Experte: Prof. Olaf Schlotmann (Ostfalia)
Kontakt: Michael Hedtstück, mh@aurora-stories.de Olaf Schlotmann, o.schlotmann@ostfalia.de
Transkript anzeigen
00:00:11: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Für eine Handvoll Euro.
00:00:14: Am Wochenende hat Japan gewählt und die klare Siegerin ist die konservative Premierministerin Sanaa Takaiichi, sie ist auch deshalb so populär weil sie viel Geld in die Wirtschaft pumpt aber Staatsschulden zum BIP, die mehr als dreimal so hoch sind wie in Deutschland, einer taumelnden Währung oder einen Zentralpunkt die gehörig unter Druck steht, ist das ein gewagtes Experiment dass ein Flächenbrand an den weltweiten Deviesen- und Finanzmärkten auslösen könnte?
00:00:39: Das liegt auch an dem sogenannten Takaichi-Trade.
00:00:42: Was ich dahinter verbirgte, warum das noch wichtig werden könnte?
00:00:45: Das diskutieren und analysieren wir heute in dieser Folge.
00:00:48: Und das tut meinen Partner der Kapitalbeit-Experte und Professor Andreas Olafschlottmann.
00:00:53: Hallo Olaf!
00:00:56: Olaf, wir analysieren heute die Lage in Japan und das aus gutem Grund.
00:01:00: Nicht nur dass am Wochenende die Premierministerin Takaiichi einen Erdrutschstieg eingefahren hat sondern auch weil seit Oktober ein neues Wort durch die Märkte geistert der sogenannte Takaichi-Trade.
00:01:11: was genau verbirgt sich dahinter?
00:01:13: Also ich brauche dann wenn ich diesen Trade aufsetze Finanzinstrumente die davon profitieren dass die Wirtschaftspolitik so wie sie jetzt angekündigt wurde eingehalten wird.
00:01:23: und das sind vor allen Dingen wenn die neue Premiermeisterin sagt, sie will den Wirtschaft weiter stärken.
00:01:28: Das ist der Aktienmarkt.
00:01:29: Das werden die Unternehmen von profitieren aber sie sagt halt auch okay Sie will stärkere Staatsausgaben haben.
00:01:34: Das bedeutet es muss mehr Schulden machen.
00:01:37: Was passiert dann mit den Staatsanleihen?
00:01:38: Steigen oder fallen die?
00:01:39: also eher die Erwartungen denn dass die Zinsen steigen könnten?
00:01:42: und sie hat auch gesagt Die Geldpolitik die müssen wir irgendwie nicht wirklich helfen.
00:01:47: nur die Zentralisierung ist unabhängig Aber wie zu viele?
00:01:50: zu schnelle Zinserhöhungen sind stupid und das wollen wir eigentlich nicht.
00:01:54: Also ist doch die Frage, was passiert bei den Jännern?
00:01:58: Und im Zuge dieses Traits hat es am Finanzmarkt in Japan in den letzten Wochen schon einen ordentlichen Schlag getan, den es seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben hat.
00:02:05: Was ist passiert?
00:02:06: Ich denke dazu sollte man sich einfach mal den dreißigjährigen Schad für dreißiger wieder anleihen in Japan anschauen.
00:02:12: und als sie sozusagen die Ankündigung gemacht hat, sie will Neuwahlen vorzeitige haben und sie will eben auch eventuell die Steuern auf Konsum-Grundnahrungsmittel senken.
00:02:26: Da hat es einen riesigen Schlag gegeben am Finanzmarkt, also an einem Tag sind die Zinsen für dreisjährige Staatsanleihen um twenty-fünf Barspunkte gestiegen.
00:02:34: Also das ist eine gewaltige Summe.
00:02:35: Sie seht es auch an der Grafik hier.
00:02:37: sie sehen diese schwarzen Striche.
00:02:39: ab und zu gibt's da Ausschläge aber jetzt gibts riesige Ausschlage, twenty fünf Barspunkt gibts so gut wie nie.
00:02:44: vier, fünf mal innerhalb des letzten zwanzig Jahre Und ihr könnt sagen gesagt dass es ein Geben Und das war eigentlich dramatisch.
00:02:52: Aber jetzt nach der Wahl kann man auch sagen, die Zinsen für dreißigjährige Anleihen sind von drei gut vorm Achtzig Stunden wieder auf drei Fünfzig runter.
00:02:59: Aber das war ein Schlag einmal die Messer vorzahlen.
00:03:01: Das hat der Bond-Mark gemacht.
00:03:03: Nicht wenige Leute fürchten ja dass dieses Beben am japanischen Anleihmarkt eventuell auch mittelfristig Verwerfung an den internationalen Kapitalmärkten hervorrufen könnte?
00:03:13: Was genau fürchten diese Leute könnte passieren?
00:03:15: Natürlich hat man die Sorge, dass die Japaner, die vierte Jahre im Ausland unterwegs waren mit ihren Investments.
00:03:22: Also sie haben sechs Billionen Dollar im Auslands investiert.
00:03:26: Das entspricht ungefähr fünf Billionen Euro.
00:03:29: Das anspricht etwas mehr als dem deutschen Bruttoinlandsprodukt.
00:03:32: All dieses Geld könnte auch mal wieder zurückwandern und das würde dann natürlich irgendwo.
00:03:37: die Frage, wie wird das abgesogen werden?
00:03:38: Was passiert denn?
00:03:40: Der Hintergrund ist ja, wenn man in Japan wieder Geld verdienen kann mit Staatsanleihen geht dieses Geld möglicherweise wieder nach Hause.
00:03:46: Und es gibt auch klare Kandidaten von denen man vermutet das dort dieses Geld liegt und dass es abgezogen werden könnte speziell hochbewertete Essens wie Kryptowährung, Gold oder KI Aktien.
00:03:57: Manche fürchten, dass es gerade dort knallen könnte, wenn die Japaner ihr Geld wieder zurückholen.
00:04:02: Ja, da kann es knallen.
00:04:03: Aber weltweit tut das vor allen Dingen Rentenmärkten weh.
00:04:06: und vor allem wer sind die Emittenten dieser Anleihen?
00:04:08: Die starten Und das könnte halt zu stark steigenden oder stärker steigende Zinsen weltweit geben.
00:04:13: Es gibt zwar kein einheitlichen Weltmarktzins der für alle gleiches gibt flexible Wechselkurse.
00:04:17: aber Zinsanstieg in Japan könnte vielleicht auch bedeuten zins und schick in amerika um.
00:04:21: das wird halt wehtun.
00:04:22: was jetzt Internationaler bei erst mal im Rampenlicht steht ist er schwach hier?
00:04:26: ja Das ist richtig.
00:04:28: also der war genauso wie die Zinzen Im Fokus und man kann halt sagen, wenn wir jetzt so eine Grafik hier mal einbinden die ist aus Blumenberg kann man sehen.
00:04:37: Das ungefähr war hundertsechzig absolut.
00:04:39: die rote Lampe angeht da ist mehrfach.
00:04:41: sozusagen hat es Interventionen gegeben und sie hat sich auch im Vorfeld wiedergegeben ja?
00:04:45: Die Frage ist Hundertsechtzig ist sozusagen ein Level wo offenbar sozusagen die Leute extrem nervös werden.
00:04:53: Glaubst du daran dass die Japaner wieder intervenieren werden, wenn die Hundertsächziger Marke in Reichweite kommt weil der Järn immer schwächer wird?
00:05:00: Ja, zumindest hat es in der Vergangenheit jetzt Ende Januar Raychecks gegeben.
00:05:03: Witzigerweise von der Fed in New York.
00:05:07: Besten hat dann später gesagt die Amerikaner haben da eigentlich nichts mit zu tun.
00:05:10: aber wenn man auf die Chart schaut kann man einfach klar sehen das hat gewürzt.
00:05:13: Zumindest ist der Jens von den einhundertsechzig abgeprallt und er halbt jetzt auch nach der Wahl wieder bei gut hundertfünfzig.
00:05:20: Die Frage ist eben auch wer ist dafür verantwortlich?
00:05:24: Und da kann man sich halt fragen ja Die Notenbank benutzt die Zinsen, um die Inflationsrate zu steuern.
00:05:37: Aber dadurch hat sie auch Einfluss auf den Dien.
00:05:40: Und jetzt sagt halt die Ministerpräsidentin das sind einfach spekulative Bewegungen.
00:05:45: Wir wollen nicht, dass es hin und her geht.
00:05:47: aber sie hat auch gesagt Wir finden es ganz gut, wenn die Exportteure sozusagen durch den niedrigen Gen besser exportieren können.
00:05:53: Also das ist total ambivalent was sie da sagt.
00:05:56: Keiner hat so richtig einen Reim drauf.
00:05:57: Offenbar ist aber bei Hundertsechzig jetzt die rote Lampe angekommen.
00:06:02: Die Folgen haben wir ja schon gesehen.
00:06:03: in den letzten Monaten sind die Zinsen auf die japanischen Staatsanleihen deutlich gestiegen?
00:06:07: Ja!
00:06:08: Die sind auf jeden Fall deutlich gestiehen und auch da gibt es jetzt so verbale Interventionen zumindest nicht.
00:06:13: die letzte Zentralbahnzitzung der Räder hat dann gesagt ja das ist zu schnell zu stark Und das gefällt uns nicht.
00:06:21: Das kann so schnell nicht laufen und da müssen wir eventuell auch unser Anleihen kaufen, das würde allerdings wieder den Dir noch schwächer machen.
00:06:28: also dass ist alles diffus was da gemacht wird.
00:06:31: Er hat aber auch gesagt, dass die japanischen Zentralbank die Sache aufmerksam beobachtet und in der Regel auch dazu eine Lage wäre die richtigen Schlüsse zu ziehen.
00:06:41: jetzt kann man aber ketzerisch sagen selbst wenn man sieht, dass Japanische Notenbänker nicht der allerjüngsten Generation angehören.
00:06:47: Das sind alles Leute, weil sie aus Japan kommen die mit steigenden oder gar hohen Zinsen null Komma Null Erfahrung haben in ihrem Leben.
00:06:55: Das ist richtig und das ist auch etwas was natürlich witzig ist.
00:06:57: Was heißt irregular?
00:06:59: Also irregulär ist wenn man das mit der Vergangenheit vergleicht wo es Null Zinsens gab.
00:07:04: aber Wenn Sie den Flationsrate und das können wir auch einblenden hier Die Flations rate ist stark gestiegen.
00:07:10: Man kann sozusagen nicht erwarten dass die Zins über null bleiben wenn die Flations Rate auf drei vier Prozent geht.
00:07:14: ja also sozusagen das ist dann auch nicht mehr Irregulär ist es nur, wenn man's mit der Vergangenheit vergleicht.
00:07:20: Aber die Gegenwart ist eine ganz andere als die Vergangenhalt und von daher braucht man da auch andere Zinssätze.
00:07:24: ja das passt in keiner Weise dazu.
00:07:26: also es gab früher halt Als ich angefangen habe in der Bank das war sieben neunzig Da war das so genannte Video-Trade.
00:07:32: Also man konnte zwar short im JGPs gehen aber alle haben damit Geld verloren.
00:07:36: Es war vielleicht ein Hedge irgendwie auf den Weltmarktzins, aber das hat einfach nicht funktioniert.
00:07:40: Und das ist jetzt anders.
00:07:43: Was ist anders, dass man früher mit dem Widowmaker Trade eigentlich immer Geld verloren hat?
00:07:47: Obwohl man eigentlich ökonomisch betrachtet eine sichere Wette eingegangen ist.
00:07:51: Warum war das damals so und warum es jetzt anders?
00:07:55: Ja weil die Wirtschaft wieder wächst!
00:07:58: Und um das zu verstehen, muss man sozusagen sich die Inflationsrate und muss sich die ganze Entwicklung anschauen.
00:08:03: Jetzt kann man sagen dieser Video-Trade war ja die Folge dessen dass es jahrzehntelang deflation gab und die Notenmann hat verzweifelt versucht die Preise anzuschieben.
00:08:11: also eine Nachfrageinflation so eine stärkere nachfrage und damit halt bessere Auslastung des Produktionsproduzials und damit würden die preise steigen.
00:08:20: aber das hat ja alles nicht funktioniert.
00:08:22: Man kann ja kätzterisch das Folgen sagen und es ist auch für Deutschland immer wieder die Themen.
00:08:25: Wenn es sozusagen keinen Anstieg der Energiepreise gegeben hätte, hätten wir heute wahrscheinlich noch nicht so wieder höhere Inflationsraten.
00:08:31: Ja?
00:08:32: Und sozusagen... Das war ein Geschenk!
00:08:35: Es waren nicht die erfolgreiche Zentralmarktpolitik dass jetzt das Wachsum wieder da ist, dass die Inflationrate steigt sondern es waren diese sozusagen importierten Preise.
00:08:43: So und dadurch hat das jetzt... Die Idee war immer man steigert die Nachfrage aber tatsächlich habe man eine Kosteninflation sich eingekauft.
00:08:49: Und jetzt hat man aber fette Inflationsgraten von bis zu sechs, sieben Prozent.
00:08:54: Die Reispreise sind um fünfzig Prozent gestiegen und das will man aber auch nicht.
00:08:58: Jetzt ist man im Dilemma.
00:09:00: Das heißt die Japaner haben es tatsächlich geschafft was sie seit vielen Jahrzehnten versucht haben wieder aus der Deflation rauszukommen.
00:09:05: nur jetzt ist ihnen auch nicht recht weil es eine etwas unglückliche Form der Inflation ist.
00:09:12: Also es zeigt eigentlich, dass sie die Inflationsrate nicht steuern können.
00:09:14: Alles was sie in der Vergangenheit gemacht haben hat nicht funktioniert.
00:09:17: Jetzt haben sich das Geschenk eingekauft.
00:09:18: aber was machen Sie jetzt?
00:09:19: Die brauchen zwei Jahre um die Zinsen halt auf nur kümmer sieben fünf zu hiefen.
00:09:24: also sie muss das einfach überlegen.
00:09:26: In Amerika gab's fünf Prozent als Reaktion im Deutschland über vier Prozent und die Japaner haben nichts gemacht und stöhnen jetzt über ...
00:09:35: Das ist ja eine riskante Geschichte.
00:09:37: Wenn man zu lange zögert mit Zinserhöhungen, wenn die Inflation ordentlich reinkickt wissen wir alle dass man dann möglicherweise den Geist nicht schnell genug wieder in die Flasche kriegt.
00:09:45: Ist das was möglicherweise gerade in Japan passiert?
00:09:49: Ja vor diesem Hintergrund muss eigentlich die Zinsen erhöhen schnellstens.
00:09:54: das will aber die Regierung nicht.
00:09:56: Und was macht sie da Michel?
00:09:58: Was haben wir gehört?
00:09:59: also was ist jetzt der Trick?
00:10:01: Also wie kann ich die Infektionsrate senken?
00:10:03: Sagst du uns.
00:10:04: Ja, schau auf diese neue Grafik, die wir jetzt einblenden!
00:10:08: Das ist zwar... Die Namensmittelpreise sind sechs, sieben Prozent im Plus.
00:10:11: Was mache ich da also?
00:10:13: Ich versuche einfach an dieser Einzelpreisentwicklung rumzudoktern, indem ich sage okay, ich versuche mal den Mehrwertsteuer auf Grundnamensmittel und nicht alkoholische Getränke auszusetzen.
00:10:27: Das ist sozusagen der Trick jetzt Und da versuche ich halt sozusagen, was zu machen.
00:10:32: Aber da kommt natürlich der Markt daher und sagt Mensch das kostet auch Geld!
00:10:36: Ist das ein Friedlandsch?
00:10:38: Also an sich ist es ja keine schlechte Idee würde ich jetzt sagen dass die Zentralbank jetzt Unterstützung kriegt von der Regierung, die genau dort ansetzt mit fiskalischen Kosten Der Schmerzkostet ungefähr dreißig.
00:10:48: zweiunddreißig Milliarden Wolle im Jahr ist eine Menge Geld.
00:10:52: Wie sieht aus da, dass sich der Trade-off aus?
00:10:54: gute Idee oder keine gute Idee?
00:10:57: Kommen wir gleich noch zu, ist das eine Menge Geld?
00:10:58: Das ist gar nicht so viel.
00:11:00: Aber die Frage ist wie immer und da kommt dazu sagen der Volkswett in mir durch oder jeder okay?
00:11:04: nun würde ich sagen ja Moment Die einmalige Steuersenkung sind meistens dauerhafte Steuernenkungen weil das wieder zurückzunehmen Und die steuern wieder zu erhöhen das macht eben keiner und das kauft.
00:11:15: sozusagen Kauft die Kauf der markt jetzt zur zeit nicht ab und deshalb ist eben auch im vorfeld sozusagen Ende Januar, was wir eben besprochen haben.
00:11:23: Die Zinsen mal um den Vierundzwanzig-Barspunkt gestehen.
00:11:24: Denn der dreißige Gezins ist nichts anderes als das Barometer für langfristige Inflationserwartungen und solide Finanzpolitik.
00:11:32: Und der Markt sagt einfach, dass es nicht solide.
00:11:33: Mal gerade etwas zurücknehmen und es dann wahrscheinlich wieder erhöhen?
00:11:37: Ja!
00:11:38: Also sehr dünnes Eis, auf dem sich die neue Premierministerin da bewegt.
00:11:41: In Japan ist ja schon seit Ewigkeiten extrem hoch verschuldet.
00:11:45: Ungefähr zweieinfünfzig Prozent des BIPs sind es im Moment in den USA ungefähr die Hälfte.
00:11:49: bei uns ist ungefähr siebzig Prozent also eine Norm hohe Zahl.
00:11:53: Auf der anderen Seite ist sie auch schon ewig so hoch und ihr Partner fand trotzdem Defizite ohne Ende.
00:11:58: Jetzt ist natürlich die Frage, in welche Richtung geht das?
00:12:00: Wir haben ein Beispiel aus deiner Geschichte, dass uns ein bisschen zu Vorsicht mahnt.
00:12:05: Ich denke da alles trust die britische Premierministerin, die ja auch gesagt hat wir gehen mit einem ordentlichen Fiskalpaket rein um die Leute zu entlasten.
00:12:14: Daraufhin ist das Fund abgestürzt.
00:12:16: es gab eine kleine Finanzkrise am britischen Kapitalmarkt und die PremierministerInnen wurde vom Hof gejagt.
00:12:22: Ist das etwas was man möglicherweise in Japan sehen könnte dass die Märkte versuchen Takai chi zu testen?
00:12:28: Also politisch ist das sicherlich eine ganze Religion England und Japan jetzt zu vergleichen.
00:12:32: Aber wir gucken einfach so Kronomen auf die Menge, ja?
00:12:36: Und das japanische Paket ist deutlich kleiner.
00:12:39: also das macht uns nicht so richtig Bauchschmerzen!
00:12:41: Wir haben in der Vergangenheit auch Podcast gemacht zur Schuldentragfähigkeit.
00:12:45: man muss halt immer wieder sagen dass die japanischen Schuldenquote ist so niedrig wie seit sechzehn Jahren nicht mehr, dass die Wirtschaft steigt stärker Und die Inflationsrate ist gestiegen.
00:12:56: Das heißt, das Bruttointerspult ist nominal geschrieben.
00:12:59: Das heisst alles sozusagen diese ganzen Dead Credentials, die gehen zumindest nicht weiter in die falsche Richtung.
00:13:05: also sozusagen da so akkukalyptisch irgendwas aufzumalen dass das alle schief geht.
00:13:09: und meinste achten sind die Zinsen jetzt gestiegen?
00:13:12: Nicht weil der Risikoprämie da ist Sondern weil die Leute glauben die Flationsrate steigt.
00:13:18: kommen wir gleich noch zu was es für reale Zins bedeutet.
00:13:20: aber Die Japaner halten neunzig Prozent ihrer Schulden selber.
00:13:25: Also ich sehe da sozusagen, auf der Seite sehe ich gar nicht so die Sorge für Japan.
00:13:31: also sie können auch stärkere langfristige Zinsen ertragen weil es eben eine Normalisierung ist.
00:13:38: Ein bisschen anders sieht es wahrscheinlich aus auf der Währungsseite.
00:13:40: Wir haben ja vorhin darüber gesprochen, dass der Yen immer schwächer wird.
00:13:44: Schwacher Währung bedeutet ich importiere mir Inflation.
00:13:47: das könnte natürlich wieder dem Ziel der Prämie Minister in der Zentralbank zu widerlaufen.
00:13:52: wie siehst du diese Gefahr?
00:13:54: Also Sie hat jetzt sozusagen diesen Trick ausgepackt sozusagen die Preise für Nachmitteln zumindest nicht mehr weiter steigen zu lassen sondern den wir die Steuer von acht Prozent auszusetzen.
00:14:04: aber dieser Yen Dieser Yen ist eben das zentrale Problem.
00:14:09: Ja und die Bevölkerung fühlt sich arm, ich habe eben gesagt die Reispreise sind um... ...fünfzig Prozent gestiegen, jetzt wird jemand sagen aber Reis bauen die doch selber an, da kannst du nicht importieren, da kannst du nicht herkommen.
00:14:20: Aber sozusagen allgemein kann man sagen hier dass es verrückt und diese Steuersenkung ist eben dann so eine Art Window Dressing.
00:14:27: ja also wenn sie acht Prozent Nicht mehr nehmen das sind eben acht prozent von mir preisdenkungen aber das wird es nicht wirklich bringen.
00:14:34: also das problem ist der schwach hier.
00:14:36: ja und man kann auch sagen Die mmt haben immer behauptet ja japan hat doch keiner sein geld selber drucken und die können die zins niedrig halten die loten man kann das kaufen, aber die können den wechselkurs nicht halten.
00:14:49: Ja und im wechsel kurs Das hat nochmal zu tun mit der Zinsfarität, mit Weltzinsen und flexibelem Wechselkurs.
00:14:56: Also wenn ich halt die Zinsen niedrig halte... Wir haben eben gesagt fünf Prozent fast in den USA.
00:15:01: Null Prozent weiterhin damals bei hohem Inflationsrat im Japan.
00:15:04: Da mag das einfach so, dass wenn ich dauerhaft zwei drei Prozent weniger Zinsinnen in Japan kriege als in Amerika dann lasse ich den Kurs mal um zwanzig Prozent fallen?
00:15:11: Ja also da komme ich einfach überhaupt nicht dran weg!
00:15:14: Und sozusagen der Wechsel-Kurs diktiert eigentlich meine Geldpolitik.
00:15:18: Wir haben gelernt, dass die japanischen Zentralbänke sehr zurückhaltend sind was Zinserhöhungen angeht.
00:15:22: Aber die Kapitalmarkt-Zinsen sind schon ein Stück voraus gelaufen.
00:15:25: das heißt der Markt spielt also ein eigenes Spiel.
00:15:28: Sind denn jetzt die Kapitarmarkt-Sinsen deiner Meinung nach oder der Meinung der Ökonomen nach schon hoch genug um nennenswert Kapital nach Japan anzulocken?
00:15:36: Was dann den yen natürlich wieder stärken würde?
00:15:40: Also da gibt es keine einfache Antwort drauf.
00:15:43: also wenn man sich die Grafik anschaut dann sieht man halt einfach dass die Innovationsgrade notorisch über Den zehnjährigen bonds steht.
00:15:50: jetzt kann man sagen okay in den zehn jährigen bond sind ja auch die fationserwarten für nächsten zehn Jahre drin.
00:15:54: aber so ganz, ganz einfache daumenregel wenn ich für zehn jahre geld anlege und noch pro Jahr irgendwie Geld verlieren.
00:16:01: Weil sozusagen die fraktionsrate stärker ist als mein zins dann geht das nicht gut und einfach.
00:16:05: als vergleiche deutschland gibt es ungefähr ein prozent real zins also in japan ist er null in amerika gibts eins kommer sieben Die zehnjahres Nominalzins sind, Deutschland sind zwei Achtzig und Japan jetzt ungefähr knapp zwei Dreißig in Amerika noch höher.
00:16:19: Also sozusagen da kann man sagen Freunde ihr habt eine ganze Menge zu tun damit ja mal im neutrale Geldmerk zu kommen.
00:16:25: aber genau das will die Frau Takashi nicht eben.
00:16:29: Das ist der Konflikt den wir hier haben.
00:16:34: Eine populistische Regierung die sich auf Konfrontationskurs mit der Zentralbank befindet.
00:16:38: Die Regierung möchte, dass die Zentralbank die Zinsen niedrig hat.
00:16:41: Die Zentralbahn steht unter Druck, die Zinzen eher anzuheben.
00:16:44: Das klingt sehr nach dem OS-Szenarium?
00:16:47: Ja das ist eigentlich furchtbar, darüber haben wir auch mehrfach gesprochen.
00:16:50: diese Politisierung von Geldpolitik und dass das einfach so vermischt wird.
00:16:55: Dass es genau das Gleiche wie in Amerika, da fällt sogar das gleiche Englische Wort stupid!
00:17:01: Nur die Japaner sind natürlich wie immer freundlicher.
00:17:04: Die sagen dann, ja, die Geldpolitik ist stupid nicht der Mensch, der sie vorrangig betreibt.
00:17:09: Der Notenbankgouverneur Paul in dem Sinne in Amerika.
00:17:12: aber das finde ich alle auch alles andere als zurückhalten.
00:17:16: Sie versucht sich da immer zu finden Aber eigentlich magst du es nicht.
00:17:18: steigen Zinsen Ja und man muss doch ehrlich sagen ihr großes Vorbild habe hat die Leute damals einfach unterworfen.
00:17:26: Da war nichts mit Unabhängigkeit Zentralwanken.
00:17:28: Ist der Kurs, den die japanische Premierministerin fährt genauso gefährlich wie das was Trump mit der US-Notenbank macht in puncto Vertrauen?
00:17:37: Ja da muss man vielleicht nach der Wahl auch folgen bis hin.
00:17:41: Grundsätzlich ist es, fragt man sich warum macht sie das eigentlich?
00:17:44: Sie haben sozusagen knappe Arbeitskräfte, die Wirtschaft wächst.
00:17:48: Es gibt überhaupt keinen Grund für diese leichte expansive Fiskalpolitik.
00:17:53: Sie spricht ja selber jetzt von Responsible, also verantwortlich und nachhaltig.
00:17:58: Aber im Grunde gibt es kein Output-Gab.
00:18:00: Also eigentlich brauchen wir keine Expansion fürs Ganze.
00:18:01: können sie sagen aus Sicherheitsinteressen ähnlich wie in Deutschland machen wir eine Bazooka und rüsten auf?
00:18:06: das ist ne andere Sache.
00:18:07: aber normalerweise braucht man die Wirtschaft nicht stabilisieren Ja?
00:18:11: Aber die Frage hier ist halt Ist das so gefährlich?
00:18:14: Ich sozusagen versteige mich im folgenden Sie hat jetzt vor der Wahl vieles angekündigt damit sich den Wählern irgendwie geschenke macht.
00:18:21: ich glaube sogar Und vielleicht kann man das noch so ein bisschen gesehen nach der Wahl, dass das Verhalten wird.
00:18:27: Vielleicht wird sie das gar nicht so durchziehen wie Sie es angekündigt haben.
00:18:31: Sie ist ja auch Schlagzeigerin und hat ordentlich auf die Trommel gehauen.
00:18:34: Ja?
00:18:34: Sie macht expansive Fiskalpolitik aber eigentlich braucht sie die gar nicht und vielleicht wird sich daran erinnern und wird's auch gar nicht zu durchziehen!
00:18:42: Sie hatte immer noch einen Pfeil im Köcher, die sogenannten Rate Shakes.
00:18:44: Das heißt eine verbale Intervention bzw.
00:18:47: versuchen die Märkte verbal zu steuern in Richtung die man gerne hätte ohne selber wirklich Schritte in diese Richtungsunternehmen.
00:18:54: Das hat in der Vergangenheit ja bei Eiding-Zentralbanken ganz gut funktioniert inklusive Japanischen.
00:18:58: das könnte jetzt hier auch wieder funktionieren.
00:19:00: oder um dieses Dilemma aufzulösen
00:19:02: Ihre Hoffnung ist wahrscheinlich, der Jendorf auf keinen Fall steigen.
00:19:05: Er sollte eher ein bisschen stärker werden.
00:19:07: das würde den Inflationsrate sozusagen senken aber das geht ihm nicht von alleine.
00:19:12: man muss halt dann die realen Fakten ändern und dann muss entweder sozusagen die Amerikaner mitmachen und Besson hat schon gesagt dass er es eigentlich nicht will Er hat gesagt, sie beteiligen sich nicht an diesen Interventionen oder die Notenbank und ich habe mir auch noch mal einen Schaden mitgebracht.
00:19:26: Da kann man sehen wie die vorwärts sind auf der Zinsseite.
00:19:30: Die Notenbanken müsste deutlich stärker die Zinsen erhöhen Aber das will sie ja nicht weil dann man nicht genau weiß wie die zehnjahres sind darauf reagieren Und dass würde halt ihre Wirtschaftspolitik behindern.
00:19:40: Ja also zu sagen Du musst an den Fundamentals drehen es gibt kein Friedland.
00:19:45: Also zu sagen wenn du flexible Wechselkurs haben willst du willst eine Willst du eine autonomische Fiskalpolitik fahren?
00:19:52: Dann kannst du auch eine autonome Geldpolitik machen.
00:19:54: Aber wenn du dann sagst, die anderen erhöhen die Zinsen... Ich senke sie!
00:19:56: Da musst du auch mit der schwachen Währung zufrieden sein.
00:19:59: Das geht eben nicht anders.
00:20:00: Die kannst du dir da nicht aussuchen.
00:20:02: Die neue Premierministerin hat es geschafft über den Wahltag zu kommen mit ihrer Politik.
00:20:06: Das war ein sehr erfolgreiches politisches Manöver, jetzt hat sie sich eine sehr fragile ökonomische Situation geschaffen in der das hast du ja ganz gut analysiert eigentlich widersprüchliche Kräfte wirken die man so nicht miteinander in Einklang bringen kann.
00:20:18: Die Frage ist wo greifen die Märkte an?
00:20:21: Ja also diese widersprichliche Entwicklung für Ökonomen ist das ganz klar.
00:20:26: aber Politik is eben Populismus leider.
00:20:30: Aber Aber wir haben es ja in UK gesehen, du hast das Beispiel jetzt ein bisschen relativiert.
00:20:34: Aber man sieht hier auch was passieren kann wenn die Märkteintervenien in den USA haben.
00:20:37: Die merkt ihr ja auch schon einige Male von seinem Kurs abgebracht.
00:20:41: Was wären denn Frühwarnsignale um rechtzeitig zu erkennen dass da in Japan vielleicht die Lage beginnt aus der Kontrolle zu geraten?
00:20:51: Ja du hast es gesagt also die Märkte stabilisieren ja manchmal auch Politiker und das ist auch gut so.
00:20:56: Ja und ich glaube ein Fliehweinsignal ist, dass wenn die Inflationsrate stärker steigen sollte weil sie da schon anschiebt dann wird der Yen irgendwie schwächer werden.
00:21:04: Dann muss sie was machen.
00:21:05: Da müssen die Zinsen steigen Und es kann auch sein das die Leute ihr Geld repartieren.
00:21:12: Dann kommt sozusagen die USA ins Spiel Wenn die Zinzen sozusagen da auch steigen sollten.
00:21:16: Man hat mal ausgerechnet jede zehn Prozent Zehn Basispunkte Zins Erhöhung in Japan für zehn Jahre über drei Basispunkte in Amerika bedeuten.
00:21:24: Ich glaube dass die Märkte Sie in Check halten.
00:21:28: Also sozusagen so einfach wird das gar nicht.
00:21:30: und was wieder das populistisch daran ist, sie braucht es vielleicht doch gar nicht so.
00:21:34: Sie hat jetzt ein Mandat... Ein super Mandat aus ihrer Sicht.
00:21:37: eine zwei dritte Mehrheit.
00:21:39: also vieles von dem was die machen kann ist so nach TACO.
00:21:41: Ich habe mal etwas gesagt und jetzt sehe ich zurück um die Leute zu merken wenn's den Leuten besser geht dann ist denen auch egal Die wollen halt die niedrige Reispreise.
00:21:47: aber die kriege ich auch nicht mit zehn Prozent Rabatt in der Inflationsrealschuldung in der Mehrwertsteuerrate.
00:21:52: ja da muss sich an anderen Sachen schrauben.
00:21:56: Ich will jetzt nicht zum Markt freundlich und zum Markt gläubig sein, ja.
00:21:59: Aber irgendwo ich denke die Politik ist manchmal auch überbewertet sehen wir vielleicht auch in USA.
00:22:05: Und hier hat jetzt alles erreicht was sie bekommen hat.
00:22:08: jetzt muss noch den Janiengriff kriegen.
00:22:10: mit Geräte hat es bislang funktioniert.
00:22:12: dauerhaft wird das nicht funktionieren weil da Ökonomen haben nach zwei drei und siebzig Brudi Dornbusch mit seiner Idee überschießender Wechselkurse.
00:22:20: Also wir haben es noch nicht gebracht.
00:22:22: Eigentlich steht der Jennen bei neunzig ist die Kaufkraftparität, bloß wenn die Zinsen in zwei Ländern USA Amerika oder Euroland Japan so deutlich unterschließt sind dann überschießt Interwechselkurs das ja.
00:22:33: also Wenn ich zehn Jahre lang zwei Prozent weniger Zinsinnen in Japan kriege Dann fällt eben die Werbung um zwanzig Prozent sofort.
00:22:40: Ja und das krieg' ich nur im Griff wenn ich die Zinzen erhöhe können wir nochmal die Grafik einblenden.
00:22:44: aber schau dir den Zins an.
00:22:46: Das dümpelt da so rum bei anderthalb Prozent die wir vielleicht mal zwei tausend siebenzwanzig kriegen Ja, vielleicht.
00:22:53: Wenn die Nürburgring unabhängig ist eigentlich müsste sie sofort die Zinsen auf zwei Prozent erhöhen.
00:22:57: was spricht denn dagegen dass die Zinzen in Europa genauso hoch sind wie in Japan?
00:23:01: Europa hat zwei Prozent in Euroland ja?
00:23:04: Müsste eigentlich die Japaner auch haben.
00:23:06: Das ist also eine sehr interessante Analyse hier.
00:23:08: wir haben die Widersprüche am japanischen Finanzmarkt glaube ich sehr genau analysiert.
00:23:13: Und jetzt kann man natürlich sagen, dass dieses starke Mandat, das die Premierministerin gewonnen hat möglicherweise dazu führen kann.
00:23:20: Dass in der Lage ist diese Widersprüche aufzulösen, indem sie einfach ihre Politik revidiert was ihr jetzt könntet mit diesem starken Mandat ohne dass die Märkte sie da zu zwingen.
00:23:28: aber wenn es nicht tut dann könnten natürlich die Märkte reinkommen und wenn der Jens wirklich in die Richtung geht wie du es gesagt hast oder die Zinsen noch weiter steigen Dann könnte es ungemütlich werden.
00:23:39: Das war interessant, Olaf.
00:23:40: Und dank dir wissen wir jetzt auch was mit dem Hintergrund abläuft und was der Takagi-Trait ist.
00:23:44: Danke für deine Einordnung!
00:23:45: Oh, tschüss, vielen Dank!
00:23:46: Super Fazit!
00:23:48: Und auch Ihnen danke für Ihre Zeit und die Interesse.
00:23:49: wenn es Ihnen gefallen hat freuen wir uns über ein Like oder einen Kommentar und wenn Sie ein Thema haben von dem sie glauben dass wir uns das hier mal vornehmen sollten wählen Sie sich gerne bei Olaf oder bei mir.
00:23:59: damit sage ich für heute Tschüß und auf Wiederhören bei Für eine Handvoll Euro und vielleicht bis zum nächsten Mal.
00:24:05: Haben Sie eine gute Zeit und bleiben Sie gesund.
Neuer Kommentar